Dienstag, 22. Mai 2012, 13:04:59

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Produktdesign erhöht den Verkaufserfolg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Dunker   


Produktdesign, Industriedesign oder Produktgestaltung sind synonyme Begriffe. Dabei handelt es sich um den Entwurf und die Gestaltung von Gebrauchsgütern. Inhaltlich befasst sich Produktdesign mit zwei Warenbereichen: Konsum- beziehungsweise Investitionsgüter. Zu den Konsumgütern zählen Produkte des täglichen Gebrauchs, wie beispielsweise Fahrzeuge (PKWs, Motorräder, Roller und Fahrräder) oder Haushaltsgeräte aller Art (Waschmaschinen, Rasenmäher, Föhn etc.). Auch Werkzeuge, Möbel und Spielzeuge fallen in diese Sparte.
Als Investitionsgüter werden hingegen langlebige Güter bezeichnet wie etwa Nutzfahrzeuge (LKW, Busse, Traktoren), elektronische Fabrikate für die Industrie (z.B. Messgeräte) oder aber Produktionsmaschinen (Flexgeräte, Steinfräsen et. al.). 

Besondere Aufmerksamkeit muss der Produktdesigner in jedem Fall der Anforderung schenken, dass es möglich sein muss, die neuartige oder aber umgestaltete Ware in hoher Auflage herzustellen. Indutriedesigner fertigen keine Einzelstücke, sondern kreieren Massenprodukte für den täglichen Einsatz in Millionen von Haushalten.
Sowohl bei den Konsum- wie auch im Bereich der Investitionsgüter verläuft das Procedere des Kreativen in gleicher Weise: Der Produktdesigner wird von einem Produzenten damit beauftragt, einen Vermarktungsartikel zu entwerfen oder aber umzugestalten. Ebenso ist es auch möglich, dass der Produktdesigner einen für den Markt interessant erscheinenden Artikel aus eigenem Impuls heraus gestaltet und diesen im Anschluss möglichen Interessenten aus der Industrie vorzustellt.

Bei der Fertigung hält der Produktdesigner einen vorgegebenen Ablauf ein. Zunächst erstellt er die sogenannte Anforderungsliste, welche die genauen Eigenschaften des zu erstellenden Gegenstands auflistet inklusive dessen äußerer Beschaffenheit: Handelt es sich um einen schweren oder leichten, teuren oder günstigen Artikel? Auf letzteren Gesichtspunkt muss der Produktdesigner im Gegensatz zum reinen Künstler besonderes Gewicht legen. Die Anforderungsliste, auch Pflichtenheft genannt, legt aus diesem Grund Wert darauf, dass die Erstellung des Gegenstandes in großen Stückzahlen wirtschaftlich wie technisch realisierbar ist.
An diese Vorausstudie schließt sich der engere Designprozess an. Ausgehend von Skizzen und möglichst realistischen Modellen nähert sich der Produktdesigner dabei dem gewünschten Ergebnis. In Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber aus der Industrie werden einige wenige Entwürfe ausgewählt, die im Weiteren detailgetreu gezeichnet werden. Während der sich daran anschließenden Phase der Umsetzung werden detailgetreue Darstellungen (Renderings) gefertigt, die einer weiteren Überprüfung durch die auftraggebende Industrie wie auch durch den Produktdesigner selbst unterzogen werden. Schließlich wird ein Prototyp erarbeitet, bevor der fertige Artikel endgültig in die Massenproduktion wandert.
Produktdesign ist ein eigenständiger Fachbereich an Universitäten und Fachhochschulen. Absolventen erwerben das Diplom (bzw. Bachelor/ Master) `Diplom-Desiger´ oder `Diplom-Designer (FH)´. Der Terminus Produktdesign ist gesetzlich nicht geschützt. Allerdings gibt es Bestrebungen, den Begriff gegen ähnliche Tätigkeiten aus dem Berufsfeld abzugrenzen.

Michael Dunker

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