| Ernährung – nur Mittel zum Zweck oder ein Kulturbestandteil |
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| Geschrieben von: Silvio Philipsen |
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Für viele bedeutet Essen vor allem Genuss, Lifestyle, Kultur. Gerne belohnt man sich mit Essen, und die Vielfalt in den Lebensmittelregalen macht dieses sehr leicht. Dennoch fällt es schwer, ausgewogen und gesund zu essen. Zukunftsforscher, Personal Trainer und Ernährungsberater sehen für unser Essen eine Vielzahl an Trends voraus: von der schnellen Convenience-Küche (convenience = Bequemlichkeit) bis zum „Ethic Food“, dem Essen, das man aus ethischen Gründen mit gutem Gewissen verzehren kann. Doch trotz aller Forschungen und Trends kommt man langfristig nicht umhin, sich mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. Mehr Zeit zum Essen, eine vernünftige Auswahl an Lebensmitteln und mehr Bewusstsein für den eigenen Körper – das sind die Zutaten für Genuss und Wohlbefinden. Der Verbraucher kann bestimmen, was auf den Teller kommt. Ob man weiter nur knapp zwölf Prozent des Einkommens für sein Essen ausgibt (das ist europaweit der letzte Platz) oder ob man mehr Wert auf besonders gute Qualität und Genuss legt, liegt in der Hand eines jeden Einzelnen. Es muss nicht immer teure Feinkost und Bio sein, schon die vernünftige Wahl frischer regionaler Lebensmittel kann mit einem guten Preis und Geschmack belohnt werden. Denn gesunde Ernährung bringt sehr viel. Und oft hört man die Meinung vieler Fast Food Junkies: Körner und Karotten – das schmeckt doch nicht!! Die Liste der Vorbehalte gegen eine „gesunde“ Ernährung ist lang. Doch was heißt eigentlich gesund. Eine gesunde Ernährung stellt die lebenswichtigen Funktionen sicher – und zwar den Stoffwechsel, Körper und Psyche, erklären Ernährungswissenschaftler, Ernährungsberater und Personal Trainer. Einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit entdeckte schon Hippokrates im Jahre 4000 v.Chr. Noch heute ist seine Aussage „Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein“ hoch aktuell. In den letzten Jahrzehnten wurden viele wissenschaftliche Studien durchgeführt, die auf eine große Bedeutung der Ernährung hindeuten. Beispielsweise wurde nachgewiesen, dass eine hohe Ballaststoffaufnahme mit einem niedrigen Risiko für Darmkrebs verbunden ist, ein hoher Fleischkonsum das Risiko dagegen leicht erhöhen kann. Übergewichtig erhöht das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Diese Beispiele sollen keine Angst machen, sondern verdeutlichen: Wer auf seine Ernährung und sein Gewicht achtet und einige einfache Regeln befolgt, kann viel für seine Gesundheit tun. Das Wissen um die gesunde Ernährung ist schön und gut, wird der eine oder andere sagen, aber ist gesundes Essen nur graue Theorie und kann man das im Alltag anwenden?! Schichtarbeiter oder Fernfahrer können nur müde lächeln. Wenn man Ihnen regelmäßige Mahlzeiten empfiehlt. Auch Büros ohne Kantinen oder Küche erleichtern den Mitarbeitern eine gesunde Lebensweise nicht. Und selbst Kantinengänger gehen oft nicht essen, weil Ihnen die Zeit fehlt. Man sollte trotzdem planen – wenn irgendwie möglich – feste Mahlzeiten einzuhalten. Wenn man nicht den ganzen Tag hungert (führt zwangsläufig zu Heißhungerattacken), sondern kleine Portionen über den Tag verteilt isst. Wenn man aus Zeitmangel für eine warme Mahlzeit zu Obst, Müsli, belegte (Vollkorn-)Brote und Salate als Energie- und Vitaminlieferant greift. Wenn man als Kantinengänger mehr Beilagen und mageres Fleisch wählt, anstatt Sahnesoßen und Frittiertem. Man lieber zu belegten Vollkornbrötchen oder Dürrem anstatt zu Fertigpizza und Pommes frites greift. Man einfach generell zu möglichst wenig Fertigprodukten greift. Dann wird man sich mit diesen paar Notfall-Tipps, auch ohne feste Mahlzeiten, etwas Gutes für sich tun und „gesund“ essen, sagen Personal Trainer und Ernährungsberater. Silvio Phillipsen Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. |


